Kündigung ausgeschlossen? Warum Sie keine Angst vor Ihrem Vermieter haben sollten

Zuletzt aktualisiert am 10. Oktober 2019

Sie gehen davon aus, dass Sie eine überhöhte Miete zahlen, ihre Miete unerlaubt viel erhöht wurde oder Ihr Vermieter Ihren Wünschen nach Mängelbeseitigung nicht nachkommt? Dann stehen Sie nicht allein da. Selbst Deutschlands größte Wohnungsunternehmen wie Vonovia oder Deutsche Wohnen bemühen jedes rechtliche Schlupfloch, um Ihre Renditen zu erhöhen – und brechen dabei oft geltende Gesetze (dazu auch: Abgezockt vom Vermieter). Bezahlen muss das der Mieter. Trotzdem schrecken viele Mieter davor zurück, ihr Recht einzufordern, aus Angst davor, den Vermieter zu verärgern und womöglich die Kündigung des Mietvertrags zu bekommen. Im Folgenden erklären wir, weshalb diese Ängste oft unbegründet sind. Es darf nicht länger als normal und gegeben hingenommen werden, dass Vermieter sich nicht an geltende Gesetze halten und Mieter Angst davor haben, sich für ihr Recht einzusetzen.

Mietpreisbremse gezogen? Mieter sind rechtlich bestens geschützt“

Knapp 60 Prozent aller deutschen Haushalte leben zur Miete. In Großstädten wie Berlin liegt der Anteil sogar bei über 85 Prozent. Auch deshalb stehen Privatpersonen, die eine Wohnung anmieten, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) unter besonderem Schutz. §535 bis §580 BGB regeln detailliert das Mietverhältnis.

Der besondere Kündigungsschutz für Mieter ist der zentrale Bestandteil des Mietrechts. Der Vermieter kann natürlich versuchen, seinen Anspruch aus der Mietpreisbremse abzuwehren. Zum Beispiel kann er oder sie sich auf eine Ausnahme berufen, wobei viele dieser Ausnahmen fälschlich behauptet und von uns einfach widerlegt werden können. Darüber hinaus darf der Vermieter Sie nicht unter Druck setzen, nur weil Sie Ihr Recht als Mieter einfordern. Die allermeisten Vermieter reagieren sachlich auf unsere Schreiben. Bei größeren Vermietern kümmern sich Sachbearbeiter um das Verfahren. Dort sind Sie eine „Nummer im System“ – ein Sachbearbeiter nimmt Ihren Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht persönlich. Wenn der Vermieter einen Anwalt einschaltet, wird das Verfahren professionalisiert und macht die Sache einfacher.

Mietverträge bei Wohnungsgesellschaften sind quasi unkündbar

Um Ihnen legal zu kündigen, hat der Vermieter nur die Möglichkeit: Eigenbedarf anmelden. Ist ihr Vermieter ein Wohnungsunternehmen, ist jegliche Eigenbedarfsforderungen von vornherein ausgeschlossen. Ist Ihr Vermieter eine Privatperson, kann sie oder er nur unter strengen Auflagen Eigenbedarf anmelden. Die Auflagen werden aber sehr oft nicht eingehalten. Im überaus unwahrscheinlichen Fall einer Eigenbedarfskündigung können wir diese für gewöhnlich wieder abwehren. Für die Abwehr von Wohnungskündigungen bieten wir seit längerem eine spezialisierte Dienstleistung an: Kündigung abwehren.

Privatvermieter: Noch kein einziger Fall einer erfolgreichen Kündigung bekannt. Am Ende sprechen die Zahlen für sich: Wir haben bereits bei mehreren tausend Privatvermietern die Mietpreisbremse gezogen und uns ist kein Fall bekannt, in dem ein Mieter seine Wohnung daraufhin verlassen musste.

Miete senken per Mietpreisbremse

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Wie Sie sich während des Verfahrens am besten verhalten

Wenigermiete.de ist in jeder Phase des Verfahrens offen für eine gütliche Einigung zwischen Ihnen und dem Vermieter. Wir treten stets freundlich, kompromissbereit und professionell auf.

Alle größeren Wohnungsunternehmen und viele Privatvermieter kennen uns schon…

…und wissen, dass wir lediglich deutsches Recht umsetzen. Stiftung Warentest und der TÜV überprüfen in regelmäßigen Abständen unseren Service und bewerten unser Angebot als fair und sicher (mehr dazu). Sollten Sie während oder nach Abschluss des Verfahrens eine Mieterhöhung von Ihrem Vermieter erhalten, teilen Sie uns das bitte mit. Viele Mieterhöhungen sind nicht rechtens und können von uns abgewehrt werden (mehr dazu). Sie dürfen der Mieterhöhung allerdings auf keinen Fall schriftlich zustimmen und sollten auch die erhöhte Miete zunächst nicht zahlen.

Reagiert der Vermieter innerhalb einer angemessenen Frist nicht auf die Aufforderung zur Mietsenkung oder erfüllt die Ansprüche zur Auskunft nicht (der Vermieter muss Informationen wie den Energieausweis oder die Höhe der Vormiete bereitstellen), erhält er eine Mahnung. Um eine Einigung in jeder Phase des Verfahrens zwischen Ihnen und dem Vermieter zu begünstigen, haben wir ein Online-Einigungstool entwickelt, welches dem Vermieter erleichtert, die Berechnung der Miete nachzuvollziehen und ein Angebot zur Mietsenkung vorzulegen. Wenn der Vermieter auch nach mehrmaliger Mahnung nicht reagiert und wir davon überzeugt sind, den Fall auch gerichtlich gewinnen zu können, erheben wir Klage.

Wie immer bei wenigermiete.de, tragen natürlich wir das Kostenrisiko für Prozess- und Anwaltskosten.

Wer bricht das Gesetz, und wer macht sich die Sorgen?

Es gibt wohl kein vergleichbares und so paradoxes Vertragsverhältnis wie auf dem deutschen Mietwohnungsmarkt. Häufig bemühen sich Mieter um ein gutes Verhältnis zum Vermieter, während dieser wissentlich und systematisch gegen deutsches Recht verstoßen. Durch den Wohnungsmangel fühlen sich viele, als stünden sie über dem Gesetz. Die Mehrheit der Vermieter weiß, dass sie es sind, die das Recht brechen und nicht der Mieter. Wie oben beschrieben, sind Mieter bestens geschützt und es gibt keine überzeugenden Gründe, sein gutes Recht nicht wahrzunehmen. Unsere Kunden haben durchschnittlich eine jährliche Ersparnis von mehreren tausenden Euro. Auch für Mieter, die eher friedliebend sind, lohnt es sich vielleicht, ihr Recht auf ihr Geld einzufordern. Denn sie sind es schließlich, die jeden Monat illegal viel zahlen!

Soziale Auswirkungen des Nichtstuns: Eine Negativspirale

Viele der großen Wohnungsgesellschaften gehören zu Teilen oder auch komplett ausländischen Investoren. Der zweitgrößte deutsche Vermieter Deutsche Wohnen gehört mittlerweile mit über 10 Prozent dem Vermögensverwalter BlackRock, der durch umstrittene Investments in autokratischen Ländern im Nahen Osten bekannt ist. Beim größten Vermieter Vonovia hält der amerikanische Investor knapp 9 Prozent. Durch die niedrigen Zinsen und den turbulenten Aktienmarkt sehen auch mehr und mehr Privatvermieter ihr Mietobjekt vorwiegend als Kapitalanlage und weniger als ein Zuhause für Familien.

Ob Vermieter ihrer sozialen Verantwortung als Wohnraumgeber nachkommen, kann bezweifelt werden.

Wenn Mieter sich weiter wegducken und die Vermieter sich über dem Gesetz stehend sehen, dürfen wir uns alle nicht über den Mietenwahnsinn wundern. Die zulässige Miete des Mietspiegels basiert auf Mieten der vorherigen Jahre. Es liegt also in jedermanns sozialen Verantwortung, die jetzige Mietentwicklung zu stoppen, um auch zukünftig bezahlbaren Wohnraum zu erhalten. Wir hoffen, dass sich noch mehr Mieter durch die zunehmende Präsenz des Themas in den Medien und durch Aufklärungsarbeit trauen, die Mietpreisbremse zu ziehen und für ihre Rechte einzustehen. Je mehr Mieter davon Gebrauch machen, desto erfolgreicher ist der Kampf gegen den Mietwucher. Mieter sollten sich nicht schlecht dafür fühlen, dass sie für ihre Recht einstehen. Vermieter sollten sich schlecht dafür fühlen, dass Sie das Recht brechen.

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Der beste Zeitpunkt, aktiv zu werden, ist jetzt!

Wenn Sie die Mietpreisbremse ziehen wollen, gilt ein Rückzahlungsanspruch ab dem Zeitpunkt der Rüge. Grundsätzlich gilt somit: Je früher desto besser!

Wenn Sie bereits vor Vertragsschluss wissen, dass ihr Vermieter gegen deutsches Mietrecht verstößt, können Sie direkt nach Einzug in die Wohnung tätig werden.

Wenn Sie den Vermieter allerdings bereits vor Vertragsunterzeichnung daraufhin aufmerksam machen, werden Ihre Chancen sinken, die Wohnung zu bekommen. Sprechen Sie das Thema also am besten erst nach Einzug an. Sollten Sie noch Fragen zu unserem Service haben, dann rufen Sie uns am besten unter der 030 2844 3300 an. Auf unserer Webseite besteht ebenfalls die Möglichkeit, eine kostenlose Erstberatung durch einen Rechtsanwalt anzufordern.

 

 

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